Traden lernen für Anfänger

In diesem Beitrag haben wir die wichtigsten Aspekte des Traden lernen zusammengetragen.

Wer vom langfristigen Erfolg beim Handel mit Aktien, Binären Optionen, Währungen und anderen Finanzinstrumenten profitieren möchte, tut gut daran, Grundlagen- und Fachwissen aufzubauen.

Mit der richtigen Kombination aus der passenden Brokerwahl und gezielten Traden lernen wird der Börsenhandel zwar nicht zum Kinderspiel, jedoch steigen die Chancen auf Erfolg deutlich.

Der Online Leitfaden "Traden lernen" soll dabei helfen, das Traden von Grund auf zu lernen und Fachwissen gezielt auszubauen.

​Im Übrigen kann es auch für Privatanleger die bereits ein Depot bei einem Broker besitzen durchaus lohnenswert sein, über einen Wechsel nachzudenken.

Denn mit einem Wechsel lassen sich schnell mehrere hundert Euro im Jahr sparen.

Traden ist ein Job und eine Berufung zugleich. Es gibt nur wenige Managementaufgaben, die so herausfordernd sind, wie die Verwaltung des eigenen Vermögens. Darum ist die Vorbereitung so enorm wichtig.

Traden lernen

Traden lernen

Wenn Anleger ihr Geld in fremde Hände geben und z.B. von einem Vermögensverwalter verwalten lassen, was sind dann die Erwartungen an den Vermögensverwalter?

  • Der Vermögensverwalter soll über sehr gute Kenntnisse verfügen. D.h. sowohl Kennnisse von den Finanzmärkten und auch von den zu handelnden Produkten
  • Der Vermögensverwalter soll sich kontinuierlich weiterbilden, um stetes die beste Entscheidung in Bezug auf die Verwaltung des Vermögens treffen zu können
  • Der Vermögensverwalter soll sich an klare Regeln halten. D.h. das umsetzen, was beauftragt wurde und zwar ohne die Investition unnötigen Risiken auszusetzen

Warum sollte also die Erwartung an sich selbst eine andere sein, als die Erwartung gegenüber einem Vermögensverwalter?

Es gibt keinen Grund sich selbst auch nur einen Zentimeter weit aus der Pflicht zu nehmen. Darum ist es so wichtig, im Ersten Schritt Traden zu lernen und erst dann mit dem aktiven Online-Trading anzufangen.

Traden lernen – Das Wichtigste im Überblick

Es gibt Grundlagenwissen, welches für ausnahmslos jeden Händler von größter Bedeutung ist. Denn auf zwei Themengebiete muss jeder Privatanleger ganz besonders großen Wert legen.

Die richtige Anwendung dieser zwei Punkte wird einen wahren Performance-Boost auslösen und den langfristigen Erfolg an den Börsen dieser Welt in die richtigen Bahnen lenken.

Warum das Money Management die Wesentliche Grundlage für den erfolgreichen Börsenhandel ist und warum das Money-Management beim Traden lernen eine derart wichtige Rolle einnimmt

Einen Trade zu eröffnen, also z.B. Aktien kaufen, bedeutet sein Geld einem gewissen Risiko auszusetzen. Börsenkurse lassen sich nicht mit 100%iger Genauigkeit vorhersagen.

Money Management im Überblick

Beim Money Management geht darum, mit diesem Risiko angemessen und zielorientiert umzugehen. Dabei kommt es insbesondere auf die Steuerung des Risikos über die richtige Auswahl der Ordergrößen an.

Über die Ordergröße bestimmt ein Händler die Anzahl der zu kaufenden Wertpapiere, bzw. Umfang einer Transaktion (feste Beträge, feste Stückzahlen, oder variable von der Marktsituation abhängige Ordergrößen).

Wie eingangs erwähnt, ist das Money Management ein erster und sehr wichtiger Schritt beim Traden erlernen.

Mit der flexiblen Steuerung der Ordergröße wird das monetäre Risiko aktiv gesteuert.

Fallbeispiel: Warum das Money-Management so wichtig ist

Ein Trader befindet sich noch in der Lernphase, handelt aber bereits aktiv mit Aktien, CFD’s oder anderen Wertpapieren.

Bisher hat er alles richtig gemacht und bereits 9 Trades erfolgreich abschließen können.

Er hat viel gelernt und den Börsenhandel in so weit verinnerlicht, als das die praktische Anwendung bisher immer funktionierte.

Und wenn 9 Mal alles gut ging, warum also nicht auch ein 10. Mal?

Doch genau bei diesem 10. Trade läuft alles anders.

Zunächst setzt er alles auf eine Karte. Der Trade geht nicht in die richtige Richtung.

Die maximale Anzahl an Aktien wurde gekauft, kein Stopp-Loss gesetzt und seit der Eröffnung der Position fallen die Märkte aus zunächst unerklärlichen Gründen Tag für Tag. 

Das Horror-Szenario für jeden Börsenhändler der auf dem falschen Fuß erwischt wird!

Ist ein Verlusttrade grundsätzlich ein schlechter Trade?

Nein, im Grunde nicht, denn Verlusttrades gehören zum Geschäft.

Schließlich liegen die Wahrscheinlichkeiten beim Traden tendenziell immer im Bereich 50:50. Der Trader ist also gefordert die Wahrscheinlichkeiten zu seinen Gunsten zu steuern.

Doch wenn ein Händler ohne Sinn und Verstand das Risiko erhöht und dieses aufgrund fehlender Stopps nicht limitiert, dann kann er mit nur einem negativ-Trade Schiffbruch erleiden. Traden lernen hilft dabei, solche Fehler zu vermeiden.

Das ist der Grund, warum 90% aller Trader Geld verlieren. Ohne gutes Money Management werden Privatanleger also mit hoher Wahrscheinlichkeit niemals Gewinne erzielen können.

Money Management, Traden lernen und Trading Strategien

Das Money Management ist ein zentraler Bestandteil in ausnahmslos jeder Trading Strategie und bei jedem Trading Stil.

Einfach ausgedrückt wird über das Money Management die Chance und das Risiko eines jeden einzelnen Trades gesteuert.

Gutes vs. Schlechtes Money Management:

Schlechtes Money Management

Betrachten wir zunächst ein Beispiel von schlechtem Money Management. Bei der Entwicklung der Trading Strategie wurde z.B. festgelegt, dass mit jedem Trade 500 Euro zu verdienen sind.

Außerdem wurde definiert, dass kein Stopp Loss verwendet wird.

Ein großer Fehler, wie wir meinen.​

Warum?

Ganz einfach.

Die Bereitschaft das gesamte investierte Geld dafür zu riskieren, dass 500 Euro hinzuverdient werden können, ist wenig sinnvoll!

Nehmen wir an, es werden 100 Aktien zu je 100 Euro gekauft. In Summe werden also 10.000 Euro investiert. Ist es ein gutes Money Management, wenn 10.000 Euro riskiert werden, um 500 Euro verdienen zu können?

Nein, das ist es nicht. Selbst wenn es bei dieser Art von Trademanagement 19 Mal gut geht und 19 mal 500 Euro verdient werden (in Summe 9.500 Euro).

Irgendwann kommt dann das eine Mal, an dem die gesamte Investition verloren ist. Was dann? Dann sagt man sich vielleicht, „hätte ich mal lieber Traden gelernt“.

Alle bisherigen Gewinne sind durch dieses Money Management im Rahmen Ihrer Trading Strategie verloren und das Konto ist dann sogar 500 Euro im Minus.

Nicht auszudenken was passiert, wenn dieses Worst Case Szenario bereits bei Ihrem ersten Trade eintritt.

Das Geld ist dann weg. Ein wirklich sprechendes Beispiel für ein schlechtes Money Management.

Gutes Money Management

Was aber wenn 100 Aktien zu je 100 Euro gekauft, also 10.000 Euro investiert werden, um bei einer Risikobereitschaft von 500 Euro bei jedem Trade 1.000 Euro Gewinn zu erwirtschaften?

D.h. ein potentieller Verlust von -5% steht dann einem potentiellen Ziel von +10% gegenüber.

Eine durchaus bessere Variante? Ja, definitiv. Wichtig ist dabei dann nur noch, sich realistische Renditeziele zu setzen.

Das bedeutet, dass die gesetzten Gewinnziele realistisch machbar sein und der Stopp und das Ziel mit Bedacht gewählt werden müssen. So wird auch das Aktien verkaufen zum Kinderspiel.

Money Management und die Wahl des Brokers

Zum Thema Money Management gehört im Grunde auch die Wahl des richtigen Brokers.

Es hat mehrere Vorteile, sich für einen Broker zu entscheiden, der zum aktuellen Zeitpunkt das beste Preis- Leistungsverhältnis bietet.

Zum einen kann das Money Management für die gehandelten Basiswerte zielgerichtet einsetzt werden. Zum anderen hat man die Trading-Nebenkosten in Griff.

Traden mit dem Trading Tagebuch

Das Trading-Tagebuch ist der beste Wegbegleiter eines jeden Händlers. Der Mehrwert eines Trading Tagebuches ist beim Traden lernen enorm.

Denn Traden lernen bedeutet auch, seine eigene Erfolgsgeschichte zu schreiben. Und was könnte besser in dieses Buch passen, als die eigenen Trades?

All die persönlichen Gedanken, die zum Zeitpunkt der Trade Eröffnung und beim Schließen des Trades durch den Kopf gingen, angereichert mit Charts und Notizen darüber, was aus diese Trades gelernt wurde.

Es gibt kaum ein anderes Medium, das besser beim Traden lernen hilft.

Ein Trading Tagebuch oder Trading Journal muss weder komplex noch kompliziert sein. Die Devise lautet, sich auf das Wesentliche zu beschränken.

Digitale Medien sind perfekt geeignet, um seine Gedanken schnellstmöglich niederschreiben zu können.

Ein paar Screenshots, die vor, während und nach dem Abschluss eines Trades gemacht wurden sind eine gute Orientierungshilfe.

Am Ende eines Handelstages sollte eine kurze Zusammenfassung niedergeschrieben werden.

Das Führen eines Tradingtagebuchs hat viele Vorteile.

Mit dem Niederschreiben von Erfahrungen können in kürzester Zeit Fehlerquellen aufdeckt werden. 

So kann man gezielt dort besser werden, wo man besser werden muss.

Traden zu lernen, heißt also auch von sich selbst zu lernen und das wiederholen von Fehlern zu vermeiden. Einen positiven Nebeneffekt gibt es auch.

Aufgrund der Tatsache, dass das Führen eines Trading Tagebuchs durchaus Arbeit macht, hält es ungeduldige Trader davon ab, eine unnötig hohe Handelsfrequenz an den Tag zu legen.

Denn Trading zu lernen bedeutet keinesfalls mit Scalping zu beginnen und hunderte von Trades am Tag zu machen.

Ein minimiertes Risiko erhöht die Wahrscheinlichkeit, lange am Markt bestehen zu können.

Jetzt Traden lernen und den richtigen Trading Stil für sich entdecken

Daytrading, Scalping, Swingtrading, Positionstrading und Buy & Hold

Das Erkennen des eigenen Trading Stils ist der Erste Schritt auf dem Weg zur Entwicklung einer Anlagestrategie.

Im Wesentlichen stellt sich beim Trading Stil die Frage danach, ob mit Wertpapieren spekuliert oder in Wertpapiere investiert werden soll.

Spekulativ in Bezug auf den Trading Stil sind alle kurzfristig ausgerichteten Käufe und Verkäufe mit einer kurzen Haltedauer.

Von einer Investition spricht man hingegen üblicherweise nur dann, wenn die Käufe wirklich langfristig (z.B. zur Altersvorsorge) getätigt werden und sich eine Haltedauer von mehreren Jahren ergibt.

Ein Trading Stil kann wie folgt klassifiziert werden:

Spekulation

Spekulation / Investition

  •     Overnight Trading
  •     Swing Trading

Investition

  •     Positionstrading
  •     Buy & Hold

Scalping

Beim Scalping nutzen Trader insbesondere Trading Strategien, die auf ein extrem kurzes Zeitfenster ausgerichtet sind. D.h. zwischen dem Kauf und dem Verkauf der Wertpapiere liegen zum Teil nur Sekunden.

Eine Sonderform des Scalping stellt das High Frequency Trading dar, das aber im Wesentlichen den Institutionellen Anlegern vorbehalten ist.​

Denn nur institutionelle Anleger haben die Möglichkeit Kursdifferenzen im Millisekunden Bereich gewinnbringend zu nutzen.

Als Privatanleger würden Trading-Nebenkosten die Gewinne bei weitem übersteigen. Auch beim Scalping besteht die Herausforderung darin, kosteneffizient arbeiten zu können.

Scalping ist zum Traden lernen mit echtem Geld übrigens denkbar ungeeignet. Viel zu schnell müssen Anlageentscheidungen getroffen werden und viel zu schnell werden Fehler gemacht.

Da aufgrund der Kürze der Zeit nur kleine Gewinne je Stück erwirtschaften werden können, müssen Anleger bei dieser Art des Tradings die Stückzahl als Hebel nutzen, um Gewinne hoch zu skalieren.

Hohe Stückzahlen zu handeln, bedeutet jedoch sehr oft, hohe Handelsgebühren zu bezahlen.

 Scalping war insbesondere in den Jahren sehr attraktiv, in denen der Arbitragehandel noch möglich war und zwischen einzelnen Börsenplätzen derart große Kursunterschiede bestanden, dass man an Börsenplatz A eine Position eröffnen und innerhalb weniger Sekunden an Börsenplatz B wieder gewinnbringend schließen konnte.

Das geht aufgrund des technologischen Fortschritts heute jedoch nicht mehr in gleichem Umfang, da alle Börsenplätze aufgrund des Technologisierungsgrades fast synchron laufen.

Darum sollte das Scalping nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn man sowohl über hervorragendes technisches Trading Equipment und eine rasend schnelle Internetverbindungen verfügt, als auch hochklassige voll automatisierte Scalping Trading Strategien einsetzt.

Unsere Binäre Optionen Erfahrungen zeigen, dass Scalping auch oft beim Handel von Binären Optionen genutzt wird.​

Dabei werden Tradingstrategien genutzt, die 60 Sekunden dauern und am Ende der Laufzeit von 60 Sekunden hohe Gewinne versprechen.

Bei solch kurzen Laufzeiten in Kombination mit solch hochriskanten Anlageformen gilt es unserer Meinung nach besondere Vorsicht walten zu lassen.

​Daytrading

Bei einem Daytrader ist der Anlagehorizont etwas länger als beim Scalping. Positionen werden nicht im Sekundenbereich, sondern eher im Bereich von Minuten oder Stunden gehalten.

Eine Position wird im Daytrading jedoch immer spätestens zum Börsenschluss glatt gestellt.

Im Daytrading ist es ebenfalls das Ziel mit Trading Strategien, die auf kurzfristige Kursbewegungen ausgerichtet sind, Profite zu erwirtschaften.

Dabei wird oftmals long und short (Leerverkauf) gehandelt. D.h. das Ziel kann es sein, von steigenden Kursen zu profitieren, oder aber auch durch fallende Börsenkurse.

Ähnlich wie beim Scalping spielen auch beim Daytrading die Gebühren eine entscheidende Rolle.

Beim Daytrading ist es enorm wichtig, die die für dieses Geschäft notwendige Zeit auch wirklich verfügbar zu haben. Andernfalls kann Daytrading nicht aktiv betrieben werden.

Anleger sollten täglich zumindest in den Haupthandelszeiten ihre Trading Strategien anwenden können – manuell oder automatisiert.

Wenn Anleger nicht die Zeit hierfür haben, dann ist Daytrading nicht die richtige Wahl.

Auch ist Daytrading für Anfänger keine besonders gute Wahl, da die emotionale Bindung insbesondere im Falle von Verlusten sehr groß sein kann und Dir die Motivation am Börsenhandel und der Entwicklung von Trading Strategien nehmen kann.

Wie herausfordernd Daytrading für Anfänger sein kann, zeigt die N24-Reportage Daytrader - Der Traum vom schnellen Geld. ​

Wer sich eher auf einen gemütlichen Kinoabend freut, der ist mit den von uns vorgestellten Börsenfilmen ganz sicher auf der richtigen Seite!

Overnight Trading

Beim Overnight Trading werden im Laufe des Tages eröffnete Positionen an Aktien, Optionen, Optionsscheinen, Futures oder Währungspaaren über Nacht gehalten.

Damit ist der Anlagehorizont etwas länger, das damit verbundene Risiko ist aber durchaus nicht zu vernachlässigen.

Wenn der Börsenplatz geschlossen ist und auch kein außerbörslicher Handel der gehaltenen Overnight Positionen möglich ist, dann sind einem in dieser Zeit die Hände gebunden. Das Risiko ist dann unkalkulierbar.

Es kommt häufig genug vor, dass Aktien am nächsten Morgen mit Kurslücken >10% eröffnen – nach oben oder unten.

Zum Beispiel wenn nachbörslich Unternehmensnachrichten bekanntgegeben worden sind.

Bei einer Trading Strategie ist es darum sehr wichtig und durchaus entscheidend, ein sehr gutes Geldmanagement walten zu lassen.

So sollten zum Beispiel große Bestände an Aktien möglichst nicht ohne Absicherung gehalten werden.

Das Overnight Trading gehört definitiv zu den spekulativeren Anlagestrategien.

Swing Trading

Während beim Overnight Trading Positionen üblicherweise nach einer Nacht wieder glatt gestellt werden, so ist es beim Swing Trading durchaus üblich, die Aktien wenige Tage bis Wochen zu halten.

Mit größer werdender Haltedauer wird i.d.R. auch die Positionsgröße kleiner.

So sinkt üblicherweise die Anzahl der zu handelnden Aktien oftmals mit einer gleichzeitig steigenden Haltedauer.

Insbesondere beim Aktienkauf kommt der Trading Stil des Swing Tradings häufig zum Einsatz.

Grund dafür ist, dass der Stopp und das Gewinnziel z.B. im Vergleich zum Daytrading weiter weg vom Einstiegskurs liegen und bereits kleinere Stückzahlen genügen, um den angestrebten Gewinn in der jeweiligen Währung zu erzielen.

Swing Trading ist für berufstätige Anleger schon eher geeignet, da die zeitliche Bindung geringer ist als beim Day Trading oder Scalping.

Swing Trading Indikatoren sind in Handelsplattformen meist leicht anzuwenden, da diese auf Tagesbasis verwendet werden können und die dafür notwendigen Kursdaten meist kostenlos zur Verfügung stehen.

​Positionstrading

Das Positionstrading ist der Übergang von der reinen Spekulation zur Investition. Denn beim Positonstrading wird in der Regel ein ganzes Portfolio gemanaged. Diese Investitionen sind meistens langfristig ausgelegt.

So können Einzelwerte durchaus Jahre oder Jahrzehnte gehalten werden. Positionstrading Strategien sind sehr beliebt.

Denn das Swing- und Positionstrading gehört bei berufstätigen Anlegern, die ihr Vermögen aktiv selbst verwalten möchte, zu den aussichtsreichsten Anlageformen mit geringer zeitlicher Bindung.

Es ist extrem wichtig, dem Gesichtspunkt der Diversifikation beim Positionstrading sehr große Beachtung beizumessen.

Niemals alles auf eine Karte setzen! Vielmehr sollte das Risiko gestreut werden, um die Vorteile der Diversifikation für sich arbeiten zu lassen.

Vorsicht beim Handel mit übergroßen Positionsgrößen (das kommt bei kurzfristigen Spekulationsgeschäften durchaus vor und gehört darum zu einer der größten Schwachstellen bei Spekulationsgeschäften).

Vielmehr sollte beabsichtigt werden, durch eine geschickte Kombination von Aktien-Einzelwerten das Risiko zu streuen und die Performance einzelner Aktienindizes zu schlagen.

Die Positionstrading-Rendite kann durchaus deutlich besser sein, als bei spekulativen Handelsansätzen.

Einer der Gründe hierfür ist, dass die Nebenkosten deutlich geringer sind. So müssen für einen Gewinn von Beginn an weniger Nebenkosten "wieder reingeholt" werden.

Buy and Hold

Die Idee des klassischen Buy and Hold ist noch immer eine der beliebtesten Trading Strategien bzw. Handelsstile für die Altersvorsorge.

Und das, obwohl sich die Welt der Investoren geändert hat und das aktive Management von Investitionen immer mehr in den Vordergrund rückt.

Beim Buy and Hold wird häufig auf Blue Chips gesetzt, sprich auf Einzelwerten die eine enorm große Marktkapitalisierung haben und eine über die Jahre hinweg stabile Geschäftsentwicklung vorweisen.

Dazu zählen z.B. Aktien wie IBM, Intel oder die Allianz AG.

Als Anteilseigener dieser Firmen liegt der Schwerpunkt nicht auf dem schnellen Profit durch Kursgewinne, sondern eher auf einem ausgewogenen Gleichgewicht zwischen Kursgewinnen und einer hohen Dividendenrendite bei gleichzeitig geringem zeitlichem Aufwand.

Diese Kombination kann über die Jahre hinweg ein solides Ergebnis liefern und dem Ziel einer passenden Altersvorsorge am nächsten kommen.

Die spekulative Komponente ist bei diesem Anlagehorizont sehr gering und der Idee eines gezielten Investments wird hier am ehesten Rechnung getragen.

Insbesondere dann, wenn eine möglichst geringe zeitliche Bindung und eine verhältnismäßig geringe emotionale Belastung bevorzugt wird.

Eines muss bei den Buy and Hold Anlagestrategien jedoch in jedem Fall beachtet werden.

Entwickeln sich die Geschäfte der ausgewählten Unternehmen nicht mehr wie erwartet, oder ändert sich die Unternehmensphilosophie in eine Richtung die nicht mehr mitgetragen wird (z.B. dauerhafter Stopp von Dividendenzahlungen), dann sind Anleger und Investoren gefordert, die Anlage-Strategie für das jeweilige Wertpapier zu überdenken.

Anders als früher, hat die klassische Form des Buy and Hold (z.B. auch mit Aktienfonds) heutzutage eher ausgedient. Früher gab es weniger emittierte Aktien und das Wirtschaftswachstum im Allgemeinen war enorm. Aktienkurse haben sich früher wie von allein nach oben bewegt.

Heute sind Privatanleger in der Pflicht, regelmäßig das Portfolio zu durchleuchten und jede einzelne Investition regelmäßig dahingehend zu überprüfen, ob das Ziel mit dem jeweiligen Einzelwert erreicht wird. D.h. die Anforderung bzgl. der Anwendung einer Buy und Hold Trading Strategie hat sich geändert.

Insbesondere im Zeitalter der Digitalisierung kann ein Unternehmen von heute auf morgen von einem Konkurrenten übernommen oder aus dem Markt gedrängt werden.

Auch Investoren werden immer flexibler und scheuen nicht mehr davor, Aktien in ihrem Portfolio auszutauschen.

Unser Fazit zum Thema Traden lernen

Der Börsenhandel bietet viele Chancen, jedoch auch das eine oder andere Risiko. Unüberlegtes Handeln wird beim Traden schneller und härter bestraft, als anderswo.

Wer gut vorbereitet ist, kann im Börsenhandel gutes Geld verdienen und sich ein zusätzliches Einkommen sichern.

Einigen Tradern ist es auch schon gelungen, ihren Lebensunterhalt mit dem Wertpapierhandel zu bestreiten.

Als Trading Anfänger sollte man jedoch von der Idee den Eigenhandel als Haupteinkommen zu nutzen zunächst Abstand nehmen.

Sobald der Eigenhandel gute und stabile Ergebnisse aufweist, besteht noch immer die Möglichkeit, die Handelsaktivitäten deutlich auszuweiten.